Soziale Arbeit

das Problem der Nothilfe

Marginalisierung als Mittel zur Feststellung der Bedürftigkeit? – eine Streitschrift

Vorwort
Unter Nothilfe verstehe ich Hilfen wie Gassenküchen, Notschlafstellen und Ähnliches. Nothilfeangebote sind für mich diejenigen Hilfen, die dem Menschen eine temporäre und sehr kurzfristige Hilfe in Form von Nahrung, Möglichkeit zum Schlafen oder Schutz vor Witterung bieten.
Mit dieser Streitschrift möchte ich einen kritischen Blick auf diese Hilfen werfen. Ich möchte die Folgen und die Ursachen dieser Hilfen im gesellschaftlichen Kontext kritisch hinterfragen. Es soll dabei nicht darum gehen, die akute Notwendigkeit dieser Angebote anzuzweifeln, denn diese ist offensichtlich. Dass solche Angebote den professionellen Idealen der Sozialen Arbeit, die Förderung von Autonomie und Integrität, nicht gerecht werden, darf und soll dabei jedoch nicht vergessen werden.

Einleitung
Die Ausgestaltung und Finanzierung von Nothilfeangeboten beinhalten verschiedene Strukturmerkmale, die als problematisch angeschaut werden können. Die Nothilfeangebote stellen (angeblich) eine „letzte“ Sicherung für von Armut und Ausgrenzung Betroffenen dar. Die zentralen Strukturmerkmale sind zudem vor dem Hintergrund der vorgelagerten Hilfeangebote zu betrachten, die keine oder eine zu geringe Wirkung entfalten konnten und somit die Notlagen erst entstehen lassen, die eine Inanspruchnahme erklären.

Es müssen somit drei Dimensionen genauer betrachtet werden. Eine erste Dimension kann mit der mangelnden Wirkung der vorangegangenen Hilfen umschrieben werden. Eine zweite Dimension betrifft den Zugang (und auch den Nicht-Zugang) zum entsprechenden Nothilfeangebot, also die Selektivität des Angebots, während eine dritte Dimension die intendierte und nichtintendierte Wirkung der Hilfe abbilden soll.

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