Gesellschaft

Medienmitteilung Projekt SpaceScouting

Der Verein Neubasel und das Institut Sozialplanung und Stadtentwicklung der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW führen zur Zeit ein Kooperationsprojekt zum Thema Aneignung von Raum im urbanen Umfeld durch. Das Projekt versucht mit verschiedenen Ansätzen aufzuzeigen, dass es in der Stadt Basel und im angrenzenden Ausland Orte gibt, die durch die Bevölkerung genutzt werden könnten, bis jetzt jedoch kaum bekannt sind oder nur von einzelnen Bevölkerungssegmenten wirklich gebraucht werden.

Einerseits werden wir mit zwei unterschiedlich ausgerichteten Erhebungen diese Orte katalogisieren und anderseits wird dieses Wissen auch der Bevölkerung zur Verfügung gestellt.

Es gibt sowohl Orte die keine definierte Funktion haben als auch solche mit einem klaren Zweck. Beide Typen können je nach Situation als Freiräume wahrgenommen werden, die durch die Bevölkerung nutzbar sind.

Mit dem Bewusstmachen von Räumen können existierende Macht- und Anspruchsstrukturen aufgezeigt werden, so dass über deren Legitimität eine Auseinandersetzung möglich wird. Nutzungskonflikte, ob sichtbar oder durch Verdrängung unsichtbar geworden, rücken so in eine öffentliche Auseinandersetzung. Eine Diskussion über dem Umgang mit dem Mangel an physischem Raum in einer Stadt wird so angestossen.

Am Mittwoch und Donnerstag, 22. und 23. August 2012 werden wir eine möglichst flächendeckende Erhebung von bestehenden Orten und deren Ausgestaltung sowie (möglichen) Nutzungen durchführen. Der zu erhebenden  Perimeter deckt sowohl einen Teil des St. Johanns als auch das angrenzende Ausland ab.

Am Samstag, 8. September 2012 werden wir beim Bahnhof St. Johann einen Aktionstag durchführen. Die Bevölkerung kann sich spielerisch und doch ernsthaft in der Quartierforschung üben. Dabei wird sie durch das Projektteam angeleitet und bekommt Hintergrundinformationen. Weiter wird es verschiedene Möglichkeiten geben um sich mit dem Quartier und dessen (Frei-)Räumen auseinander zusetzten.

Kontaktperson für Medienvertreter:
Andreas Wyss
Tel.: 076 / 347 14 61
Email: andreas.wyss@fhnw.ch

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